Die Rasse

Die Chartreux oder auch zu Deutsch Kartäuser, ist eine aus Frankreich stammende Rassekatze mit blaugrauem, kurzem Fell. Ihre klaren bernsteinfarbenen Augen sind leicht schräg platziert.

Die Rasse ist sehr kräftig und muskulös gebaut. Insbesondere der Kater, mit einem Gewicht von sechs bis sieben Kilogramm, unterscheidet sich von der weiblichen Katze in Größe und Statur. Aber auch die Wangen der Kätzin sind nicht ganz so rund wie die des Katers. Die relativ eng beieinander stehenden mittelgroßen Ohren verschaffen der Katze einen aufgeweckten und neugierigen Gesichtsausdruck.

Die Chartreux ist eine sehr intelligente Katzenrasse. Sie kann sich schnell an neue Gegebenheiten anpassen und folgt nach kurzer Eingewöhnungsphase ihren Menschen überall hin, wobei sie auf der anderen Seite an einer gewissen Unabhängigkeit festhält. In ihrer Heimat wird sie auch als „Hunds-Katze“ bezeichnet, da sie häufig auf ihren Name reagiert und sogar Gegenstände apportieren kann.

Auf dem ersten Blick ähneln ihr die Russisch Blau sowie die Britisch Kurzhaar. Ein Laie verwechselt die Rassen gern, da sie sich äußerlich ziemlich ähnlich sehen. Bei genauerer Betrachtung fallen sehr schnell einige Unterschiede auf. Ein Merkmal wäre beispielsweise der Schwanz: Dieser muss bei der Chartreux zum Ende hin etwas dünner zulaufen. Die Britisch Kurzhaar hat in direktem Vergleich einen sehr breiten und buschigen Schwanz. Der Körperbau der Russisch Blau ist im Gegensatz zur Chartreux sehr zart gebaut und nicht ganz so schwer.

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Colette
(1873-1954)

 

Eine Rassekatze mit Vergangenheit
Die Chartreux – auch Karthäuser -  kam über Umwege nach Deutschland. Ihre Vorfahren stammten aus dem mittleren Orient. Kaufleute und Kreuzritter brachen sie über Zypern und Malta nach Frankreich. In einem Gedicht aus dem 16. Jahrhundert wird erstmals eine Katze mit blauem Fell und gelborgangen Augen erwähnt.  Die Hinweise auf die Katzenrasse Chartreux wurden somit geboren.
Eine planmäßige Zucht der Chartreux begann 1925, als die Schwestern Leger aus gesundheitlichen Gründen Paris verlassen mussten und auf die bretonische Insel Belle-ile en Mer zogen. Die dort lebenden Freigänger übten eine starke Faszination auf die Schwestern aus. Sie entschieden sich, gezielt diese Katzenrasse zu züchten, um ihre Besonderheiten (Augenfarbe, Fellbeschaffenheit etc.) zu betonen. Der Zwingername „Guerveu“ (bretonischer Name für Belle-ile) ist bis heute aktuell.
Die Chatreux ist ein der ältesten europäischen Katzenrassen und darf nicht mit fremden Rassen gekreuzt werden.

Weitere Information zur Chartreux und ihrer Geschichte finden Sie unter: http://www.kartaeuser.net/

(Fotografien: Quelle Knauers grosses Handbuch der Katzen)